Kunstschule Offenburg

Im Zentrum stand die Erde als Material Ton. Inhaltlich wurde die ERDE als Welt aufgegriffen. Foto: Kunstschule Offenburg

Dem immer brisanter werdenden Thema »Bildung für Nachhaltige Entwicklung« nähert sich unser Team der Kunstschule seit einigen Jahren von der Kulturellen Bildung aus an. Inzwischen haben wir ein spannendes Netzwerk gewoben mit Wissenschaftler*innen aus der Nachhaltigkeitsforschung, Künstler*innen, Experten*innen. Wir erproben kontinuierlich neue Formen und Möglichkeiten, um Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Räume zu ermöglichen, sich als selbstwirksame und gestaltende Menschen zu erleben und einzubringen.
In diesem Jahr hat sich die Kunstschule an den Erdfesttagen vom 18. – 20. Juni beteiligt.

In einer Welt, deren Lebendigkeit zusehends verarmt, schlägt die ERDFEST-Initiative (seit 2018) vor, mit dem an vielen Orten zeitgleich gefeierten »Erdfest« eine neue kulturelle Allmende zu schaffen: ein Gemeingut für nachhaltige Entwicklung und für den Schutz biologischer Vielfalt – kurz ein Fest der Lebendigkeit. www.erdfest.org

Das Team der Kunstschule hat das Erdfest zum Anlass genommen, um nach dem langen Lock down mit Dozent*innen und Teilnehmer*innen an etwas Gemeinsamem zu arbeiten und darüber eine Begegnung zu schaffen. Im Zentrum stand die Erde als Material Ton. Inhaltlich wurde die ERDE als Welt aufgegriffen. Auf ca. DIN A4 großen Reliefplatten modellierten insgesamt 70 Kinder, Jugendliche und Erwachsene Begegnungen mit Menschen, Gegenständen, Tieren, Pflanzen, Formen.

Entstanden ist ein ca. 2 Meter x 1,5 Meter großes Tonrelief, welches aus ca. 70 Einzelplatten besteht und die Bildsprache und Ideenwelt von Kindern ab 5 Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen bis 85 Jahre zusammenfügt.

Diese Gemeinschaftsarbeit spiegelt die Kunstschule Offenburg in ihrer Vielfalt und generationsübergreifenden Arbeit auf lebendige Weise wider. Sie ist ein Ausdruck und auch eine Aufforderung, nachhaltige Entwicklung als gemeinsame und kreative Aufgabe aller Generationen zu (er)leben und gleichzeitig jede Generation mit ihrem eigenen Ausdruck ernst zu nehmen. In diesem Zusammenspiel werden Potenziale und Vielfalt sichtbar und spürbar – Lebendigkeit und Entwicklung entsteht.

Wir freuen uns schon, wenn alle Platten gebrannt und zu einer großen Bildwand zusammengebaut sind. So bekommt auch die Öffentlichkeit die Gelegenheit, einen Blick drauf zu werfen und in all die kleinen Geschichten und Begegnungen einzutauchen.

Die Erdfest-Tage sind zu einer bereichernden und motivierenden Zeit für alle Beteiligten geworden. Diese Bewusstseinsarbeit in alle Richtungen – nämlich dem Wesenhaften begegnen und es einweben ins eigene Tun – ist wichtig und entscheidend.

Almut von Koenen

Foto: Kunstschule Offenburg

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